Erste Station: Pierron Bikepark in Frankreich
Die Reise begann in Waldsassen. Ich machte mich alleine auf den Weg und holte Bastian in Freiburg ab. Nach etwa zwölf Stunden Fahrt erreichten wir den Pierron Bikepark in der Auvergne – ein echtes verstecktes Juwel.
Der Park hat keine festen Öffnungszeiten, daher musst du deinen Shuttle selbst organisieren. Zwar wird ein Shuttle-Service für Gruppen ab fünf Personen angeboten, aber wir waren nur zu zweit. Zum Glück haben wirValentin Anouilhgefunden – ja, genau den Typen, der über das Peloton der Tour de France springt (du hast den Clip bestimmt schon mal gesehen!).
Also haben wir die E-Bikes startklar gemacht und sind selbst hochgeradelt – sechs Runden, nur mit Muskelkraft. Über eine Camping-App haben wir einen fantastischen Wildcampingplatz am Fluss gefunden. Absolut perfekt, um sich zu entspannen und neue Energie zu tanken.
Als Nächstes: Der La Sorrera Bikepark in der Nähe von Barcelona
Nach einem zusätzlichen Shuttle-Tag mit Valentin setzten wir unsere Reise nach Spanien fort. Etwa fünfeinhalb Stunden später kamen wir im La Sorrera Bikepark an – nur 40 Minuten von Barcelona entfernt.
Der Park ist täglich von 9:00 bis 14:30 Uhr geöffnet und bietet alles, was man sich nur wünschen kann: Strecken aller Schwierigkeitsgrade, eine Weltcup-Linie, riesige Tables und gut gepflegte Sprünge. Wir haben zwei ganze Tage dort verbracht – gerade genug Zeit, um uns die meisten Lines einzuprägen.
Wenn du noch Energie übrig hast, schau dir den4 Riders Bikepark an, der nur eine Stunde entfernt liegt. Leider haben wir ihn verpasst, weil er nur am Wochenende geöffnet ist – und wir waren schon auf dem Weg zurück nach Frankreich.
Spot drei: Freeriden in Les Terres Noires
Zurück in Frankreich war unser nächstes Ziel die surreale, mondähnliche Landschaft vonLes Terres Noires, was wörtlich „Die Schwarzen Länder“ bedeutet.
Wieder einmal haben wir über unsere Lieblings-App einen wunderschönen Campingplatz am Flussufer gefunden. Nach einem entspannten Kaffee in der historischen Innenstadt haben wir uns fertig gemacht und sind losgezogen.
Das hier ist kein Bikepark – es ist der pure Freeride-Himmel. Dunkles Gestein, weitläufiges Gelände und unendliche Möglichkeiten. Unsere Strecke war körperlich anstrengend, und beim letzten Anstieg war mein Akku fast leer – aber ich habe es gerade noch rechtzeitig zurück zum Van geschafft.
Letzte Station: Evo Bikepark – ein krönender Abschluss
Zum Abschluss unserer Reise machten wir uns auf den Weg zum legendärenEvo Bikeparkin der Nähe von Digne-les-Bains, nur 30 Minuten von Les Terres Noires entfernt. Wenn du in der Gegend bist, ist dieser Ort ein absolutes Muss.
Da gibt’s einfach alles: von sanften Anfänger-Trails bis hin zu Strecken mit großen Sprüngen und ordentlichen Sprüngen. Der Shuttle-Service läuft mit riesigen Lastwagen – das sorgt für echtes Profi-Feeling.
Es waren zwar noch nicht alle Strecken geöffnet, aber die, die wir befahren konnten, waren es mehr als wert. Ich habe schon vor, im Sommer wiederzukommen.
🎟️ Tageskarte: 35 €. Mittagspause von 12:30 bis 13:30 Uhr, mit leckerem Essen direkt im Park.
Die Fahrräder – was hat am besten funktioniert?
Wir hatten zwei Räder dabei – meinGhost E-Riot Full Party(E-Bike) und dasGhost Riot Advanced(klassisches Enduro).
Um ehrlich zu sein, bin ich letztendlich zu etwa 90 % mit dem E-Bike gefahren – sogar in den Bike-Parks. Warum? Ich hatte gerade das neue E-Riot bekommen und wollte es auf Herz und Nieren testen. Die „Mullet“-Konfiguration (29" vorne, 27,5" hinten) passt perfekt zu meinem Fahrstil. Mit einer perfekt eingestellten Federung war das Bike ein absoluter Knaller.
Wenn du eine ähnliche Reise planst, empfehle ich dir, Folgendes mitzunehmen:
Ein E-Bike und ein klassisches Enduro- oder Freeride-Bike.
Das E-Bike bietet dir Flexibilität für lange Trail-Touren und macht Anstiege zum Kinderspiel, wenn kein Shuttle zur Verfügung steht. Auch wenn ein herkömmliches Enduro im Park vielleicht besser abschneidet, hat mein E-Riot alles beeindruckend gut gemeistert.
Und wenn du noch Platz im Transporter hast: Bring dein Dirt-Jump-Bike mit! In Barcelona istder La Poma Bikeparkeiner der berühmtesten Dirt-Parks der Welt – leider hatten wir diesmal keinen Platz dafür.
Vergiss diese wichtigen Dinge nicht
🛡️Schutz: Integralhelm, Halbhelm, Brust-/Rücken-/Knieschützer
👟Schuhe für flache Pedale: Auf den Halt kommt es an
🧰Werkzeug: Multifunktionswerkzeug, Reifenheber, Reifenflicken, Ersatzschlauch, CO₂-Kartusche, Pumpe
📸Action-Kameramit ND-Filter für die Aufnahme der Highlights
👕Kleidung: Motorradbekleidung, Freizeitkleidung, Regenjacke – das Wetter war sehr wechselhaft
☕Küchenzubehör: Gasherd, Mokkakanne, Pfanne, Tassen, Besteck – für den unverzichtbaren Morgenkaffee
Wichtige Dokumente: Ausweis, Kreditkarte, Versicherungskarte
Die besten Tipps für Essen & Trinken
- Café de la Tour(in der Nähe des Pierron Bikeparks) – perfekt für ein Bier nach der Tour
- Resto Schuss – killer burger and fries
- Gammarus Beach Club– direkt am Strand, entspannte Atmosphäre, leckeres Essen
Abschließende Gedanken – der ultimative Motorrad-Roadtrip
Zehn Tage, vier unglaubliche Bike-Spots, ein Van und unzählige Erinnerungen. Das war eine Traumreise für jeden Mountainbiker, der das Reisen, Trails und die Freiheit auf offener Straße liebt.
Ob Bike-Park-Action oder wildes Freeride-Gelände – Spanien und Südfrankreich haben jede Menge zu bieten. Wenn du also auf der Suche nach neuen Trails, guter Stimmung und echtem Abenteuer bist:Pack den Van, schnapp dir dein Bike – und los geht’s!


