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Accell - Ghost

Mach dein Fahrrad fit für den Frühling

Ein gut eingestelltes und gepflegtes Fahrrad macht auf den nächsten Touren, in Bike-Parks oder bei deinen Ausflügen nach der Arbeit einfach mehr Spaß. Bei diesem Fahrrad-Check spielt es keine Rolle, ob du ein E-MTB, ein Fullsuspension-, Hardtail- oder Gravel-Bike vorbereiten möchtest. Wir zeigen dir alles, was du wissen musst, auf unserer Ghost Riot EN Pro.

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DU BRAUCHST DIESE WERKZEUGE

  • 1 Satz Inbusschlüssel (+ Torx, falls erforderlich)
  • Pumpe für Federgabeln
  • Luftpumpe
  • Kettenöl

Schritt 1: Überprüfe, ob die Schrauben fest sitzen

Wir fangen am Lenker an und prüfen, ob alle Schrauben fest genug sitzen. Zuerst die Griffe: Du darfst sie nicht drehen können, auch wenn du etwas mehr Kraft aufwendest – falls doch, zieh sie vorsichtig mit dem Inbusschlüssel fest, bis sie fest sitzen. Prüfe dann, ob die Schalthebel, die Sattelstütze oder andere Hebel fest sitzen.

Zieh die Griffe fest

Befestigungsschrauben an Vorbau/Lenker – hier kannst du auch überprüfen, ob die Schrauben fest sitzen. Ist der Lenker mittig ausgerichtet? Ist der Neigungswinkel des Lenkers korrekt?

Schritt 2: Einstellen der Bremsen und Überprüfen ihrer Funktion

Hand am Bremshebel: Leg deine Hand in die Mitte des Lenkers und deinen Zeigefinger in die letzte Rille des Bremshebels. Ist das nicht der Fall, lockere die Klemmschraube der Bremse und schiebe den Hebel, bis er genau passt. Die Neigung des Bremshebels ist individuell, sollte aber nicht zu stark nach unten zeigen, damit er nicht über den Lenker nach vorne rutscht.

Überprüfe die Funktion der Bremsen: Ziehe die Bremshebel kräftig an und halte sie eine Weile fest. Die Hebel dürfen sich nicht langsam in Richtung Lenker bewegen. So stellst du sicher, dass das Bremssystem dicht ist. Schiebe dein Fahrrad bei angezogenen Bremsen und mit viel Kraft vor und zurück und überprüfe, ob die Bremsen greifen und nicht durchrutschen. Wenn doch, ist möglicherweise Öl auf den Bremsbelägen. Diese sollten dann ausgetauscht werden.

Schritt 3: Überprüfe, ob das Führungslager spielfrei läuft

Überprüfe als Nächstes, ob das Lenkkopflager leichtgängig und spielfrei läuft. Zieh dazu mit einer Hand an der Vorderradbremse. Lege mit der anderen Hand Zeigefinger und Daumen auf das Lenkkopflager. Schiebe nun das Rad vor und zurück und achte darauf, dass du kein Spiel spürst. Drehe den Lenker und überprüfe, ob er sich leichtgängig drehen lässt.

Löse die Klemmschrauben des Vorbaus

Zieh die Klemmschraube des Steuerlagers vorsichtig fest, bis das Spiel verschwunden ist. Wenn sie zu fest sitzt, lässt sich der Lenker nicht mehr leichtgängig drehen. Dann lockere die Schraube wieder etwas. Überprüfe, ob der Lenker gerade steht, und ziehe die Klemmschrauben des Vorbaus wieder fest. Wenn du es ganz genau nehmen willst, kannst du dafür auch einen Drehmomentschlüssel verwenden

Stell dich nun vor dein Fahrrad, klemm den Reifen zwischen deine Beine und dreh den Lenker mit etwas Kraft nach links und rechts. Du darfst den Lenker nicht verdrehen können. Überprüf, ob die Steckachsen fest sitzen und kein Spiel haben. Greif dazu mit einer Hand die Federgabel und den Vorderreifen und überprüf, ob sie fest sitzen. Nimm dann das Hinterrad und den Rahmen am Oberrohr und überprüf ebenfalls, ob alles fest sitzt.

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PROFI-TIPP

Mit Fullys kannst du diesen Test auch nutzen, um zu prüfen, ob alle Verbindungen deines Rahmens fest sitzen und spielfrei sind. Im Zweifelsfall solltest du mit dem Inbusschlüssel alle Schrauben auf festen Sitz überprüfen.

Schritt 4: Zieh die Schrauben am Schaltwerk fest

Überprüfe zunächst, ob die Schraube an deinem Schaltwerk fest sitzt. Das ist oft die Ursache für fehlerhafte Gangwechsel. Auch die Pedale sollten auf festen Sitz überprüft werden.Dazu haben wirhier eine hilfreicheAnleitung.

Schritt 5: Reifendruck prüfen

Der richtige Reifendruck entscheidet darüber, ob du auf dem Trail genügend Grip hast. Wenn du eine längere Tour planst, solltest du wissen, dass ein niedrigerer Reifendruck zu einem höheren Rollwiderstand führt. Beginne mit einem mittleren Wert für normales Fahren auf Trails. Wenn du viel auf losem Untergrund fährst und das Gefühl hast, dass du leicht an Traktion verlierst, senke den Druck ein wenig.

Fährst du schnelle Flow-Trails im Bikepark und merkst, dass deine Reifen in Kurven und bei Unebenheiten anfangen zu wackeln? Dann erhöhe den Reifendruck. Wenn deine Reifen stark rissig oder völlig abgefahren sind, solltest du sie austauschen.

Hast du alle Schrauben überprüft? Ist alles fest angezogen und ohne Spiel? Dann hast du schon die Hälfte geschafft, und wir können uns nun der Feinabstimmung zuwenden.

Der Reifendruck sollte zwischen 1,4 und 2,2 bar liegen. Diese große Spanne ergibt sich aus deinen individuellen Anforderungen und der Karkasse deines Reifens. Ein einfacher Test, der auch dein Körpergewicht berücksichtigt, besteht darin, dich mit den Händen von oben auf deinen Reifen zu stützen und zu prüfen, ob sich die seitlichen Profilblöcke deines Reifens in Richtung Boden bewegen. Ist dies nicht der Fall, ist der Druck zu hoch; wölbt sich der Reifen zu stark, ist er zu niedrig.

Schritt 6: Einstellen der Federung

Die richtige Einstellung deiner Federung (Gabel und Dämpfer) ist entscheidend für maximale Kontrolle und Traktion.

- Einstellen des Federwegs / des negativen Federwegs

Damit die Federelemente richtig funktionieren, müssen sie an dein Körpergewicht angepasst werden. Dazu brauchst du die Gabelpumpe und eine Wand, an die du dich anlehnen kannst. So geht’s

Öffne die Dämpfung bzw. das Lockout der Federgabel und des Dämpfers. Schiebe die Gummi-Einstellringe in Richtung des Anfangs des Federwegs (diese sind meist in den Endpositionen deiner Gabel oder deines Dämpfers versteckt). Stell dich in Fahrposition in die Mitte deines Fahrrads und wiege es leicht hin und her, um das Anlaufmoment des Systems zu überwinden. Schiebe nun die Gummi-Einstellringe auf die aktuelle Position von Gabel und Dämpfer und steige vorsichtig vom Fahrrad ab, ohne dabei zu wippen.

Die Gummiringe zeigen dir nun deinen negativen Federweg an. Dieser sollte zwischen 25 und 30 % des gesamten Federwegs betragen. Du kannst nun mit der Gabelpumpe nachjustieren. Wenn du zu viel negativen Federweg hast, pumpe Luft in dein Federelement. Wenn zu wenig vorhanden ist, lasse über die Pumpe etwas Luft ab. Wiederhole nun den oben beschriebenen Vorgang, um zu überprüfen, ob du nun den richtigen Druck im System hast.

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Hast du immer noch das Gefühl, dass es zu sehr durchschüttelt? Dann dreh die Einstellräder nach links in Richtung Minus, um die Federung weicher einzustellen.

Du kannst deine Federung mit dem Einstellrad an der Gabel und am Dämpfer härter oder weicher einstellen.

Mit den Zugstufen-Einstellern stellst du die Zugstufengeschwindigkeit ein. Das ist entscheidend dafür, wie fest und stabil dein Fahrrad auf dem Boden liegt und wie viel Grip es entwickelt. Der folgende Test gibt dir einen Anhaltspunkt für die richtige Zugstufe.

Drücke fest auf deinen Lenker und lass ihn schnell los. Wenn dein Vorderrad vom Boden abhebt, ist dein Zugstufen-Einstellwert zu hoch. Beim Fahren im Gelände führt das zu einem unruhigen Fahrgefühl und dazu, dass dein Bike über Unebenheiten hüpft, anstatt auf dem Boden zu bleiben und Grip zu erzeugen. Drehe nun den Zugstufen-Regler in Plus-Richtung und verlangsame ihn. Prüfe erneut, ob dein Reifen bei dem oben beschriebenen Test auf dem Boden bleibt. Wenn du während des Tests feststellst, dass die Gabel wieder sehr langsam aus dem Federweg herausfährt, musst du den Zugstufeneinsteller in Minusrichtung drehen.

Mach dasselbe mit deinem Dämpfer. Drück fest auf deinen Sattel und lass ihn wieder los. Wenn dein Hinterrad vom Boden abhebt, ist er zu schnell und du musst ihn verlangsamen. Wenn sich der Hinterrad-Dämpfer sehr langsam ausfährt, muss er schneller eingestellt werden. Bei manchen Dämpfern brauchst du dafür einen Inbusschlüssel.

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Schritt 7: Die perfekte Sattelhöhe

Stell deinen Sattel schließlich auf die richtige Höhe und den richtigen Winkel ein, um eine bequeme Fahrposition zu erreichen. Wenn die Sattelstütze ganz ausgefahren ist, sollte dein nach unten ausgestrecktes Bein nur leicht angewinkelt sein.

Die richtige Sattelhöhe lässt sich anhand eines runden Pedaltritts bestimmen. Dein Bein ist dabei nicht gestreckt.

Für einen bequemen Sitz stellst du den Winkel des Sattels so ein, dass die Sattelspitze etwas tiefer liegt als der hintere Teil. Du kannst den Winkel mit den Einstellschrauben unter dem Sattel anpassen.

Zu guter Letzt: Schmier die Kette und überprüf die Gänge

Trag jetzt etwas Kettenöl auf und … Überprüf, ob alle Gänge leichtgängig schalten. Eventuelle Nachjustierungen kannst du über das Einstellrad am Schalthebel vornehmen.

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BEREIT ZUM FAHREN

Respekt! Du hast dein Fahrrad gerade selbst für die Saison vorbereitet und bist nun bereit für jede Menge Spaß auf der Strecke. Wenn du bei irgendetwas an deinem Fahrrad noch unsicher bist, wende dich an deinen Ghost-Händler vor Ort.